Ein Patient kann sich mit der Überweisung seines Hausarztes oder auch ohne diese direkt mit seiner Krankenversicherungskarte an einen Arzt mit Psychotherapieausbildung oder an einen psychologischen Psychotherapeuten wenden, der eine Kassenzulassung besitzt.
Wenn ein Patient nach den ersten Sitzungen den Eindruck gewonnen hat, dass derTherapeut/die Therapeutin ihm mit seinen/ihren Fragen neue Gedanken und Einsichten vermittelt, die seine Entwicklung spürbar fördern, sollte er sich für die Behandlung bei diesem Therapeuten/in entscheiden.  Er sollte sich dann nach einem anderen Behandler umsehen, auch wenn es bekanntlich schwierig ist, Termine zu bekommen.
Die Kostenübernahme der regulären Behandlung wird allerdings erst beantragt, wenn Patient und Therapeut im Verlaufe von maximal 5 „probatorischen“ Sitzungen den Eindruck gewonnen haben, daß sie sich gegenseitig verstehen, daß sie miteinander arbeiten können und wollen und daß die Behandlung dem Patienten nutzen wird. Der Patient sollte auch dem Behandler Fragen stellen und kann erwarten, dass dieser ihm grundsätzlich darstellt, wie die weitere Zusammenarbeit zum Erreichen der Behandlungsziele beitragen kann, die beide vor der Antragstellung auch definieren sollten.
Zur Genehmigung einer Behandlung bei einem Diplompsychologen ist zusätzlich ein von einem Arzt ausgefülltes Formular erforderlich (Konsiliarbericht), in dem im Wesentlichen angegeben wird, ob von den medizinischen Befunden her bestimmte medizinisch/psychiatrische parallele Behandlungen oder Untersuchungen stattfinden sollten.
Durch dieses Antragsverfahren entsteht manchmal eine Wartezeit von mehreren Wochen, auch falls der Therapeut sofort einen Therapieplatz anbieten kann.